Die Bundesnetzagentur hat am 30.04.2025 den Szenariorahmen Strom genehmigt. Er bildet die Grundlage für die Planung des notwendigen Ausbaus der Stromübertragungsnetze im Netzentwicklungsplan Strom für die Jahre 2025 bis 2037/2045. Erstmals wurden die Grundannahmen für den Szenariorahmen Strom, z.B. hinsichtlich der Standorte von Kraftwerken oder Elektrolyseuren, mit dem zeitgleich genehmigten Szenariorahmen Gas/Wasserstoff abgestimmt.
Der Szenariorahmen Strom umfasst jeweils drei Szenarien für das Jahr 2037 und für das Jahr 2045. Die Szenarien bilden unterschiedliche Dynamiken beim Ausbau der erneuerbaren Energien und des Verbrauchs ab. Im Ergebnis kann damit ein breites Spektrum möglicher Entwicklungen mit unterschiedlichem Netzausbaubedarf abgebildet werden. Die Szenarien beruhen auf einem Entwurf der Übertragungsnetzbetreiber, der von der Bundesnetzagentur geprüft und nach öffentlicher Konsultation mit Anpassungen genehmigt wurde.
Eine der im Rahmen des Verfahrens auftretenden Fragen war, inwieweit die Szenarien von den gesetzlich verankerten Zielvorgaben zum Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien abweichen dürfen. Das IBER hat hierzu eine Stellungnahme im Rahmen des Konsultationsverfahrens abgegeben und für einen erweiterten Gestaltungsspielraum plädiert. Die Stellungnahme ist hier abrufbar.
